Dorfrundgang Brilon-Wald

Das Dorf am Rothaarsteig

Brilon-Wald ist ein ca. 3 km langgezogenes Straßendorf im Tal des Flusslaufes Hoppecke zwischen Brilon (im Norden) und dem hessischen Willingen (im Süden). Langgezogen, da es sich inmitten von bewegtem Gelände und steilen Hängen befindet. Das Dorf liegt im Naturpark Sauerland-Rothaarsteig und grenzt direkt an den Naturpark Diemelsee.

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Angesiedelt haben sich die ersten Familien um 1845, wodurch das Örtchen sowohl an Anwohner als auch Industrie gewann. Mit der Niederlassung der „chemischen Fabrik“ – Holzkohlegewinnung, als auch der „Westdeutschen Holzindustrie“ wurde die Wirtschaft in Brilon-Wald angekurbelt und das Industriegebiet ausgeweitet. Sowohl Wäscheklammern als auch Besenstiele wurden hier produziert. Diese Firmen sind hier heute nicht mehr angesiedelt, die Industriegebiete sind jedoch geblieben und prägen noch immer die Umgebung.

Der „Heimatschutzverein Brilon-Wald“ setzt sich bereits seit Jahren dafür ein, dass Brilon-Wald den Wandel von einem reinem Industrie- zu einem Industrie-Tourismusdorf vollzieht. Der Ort ist eines von sechs Modelldörfern des Projektes „Dörfer im Aufwind“, welches die Attraktivität als Wohn- und Arbeitsort sichern soll. Im Fokus steht hierbei auch die nachhaltige Entwicklung der innerörtlichen Entwicklung und der aktiven Gestaltung der Zukunft. Die wohl drei wichtigsten Stützpfeiler der Gemeinschaft sind derzeit der Bahnhof, der Essigturm und die Schützenhalle.

Um 1866 begann man mit dem Bau der Eisenbahnstrecke, die damals „Obere Ruhrtalbahn“ genannt wurde. Das Dorf war nie selbstständig, weshalb der Bahnhof bis jetzt noch immer Brilon Wald, ohne Bindestrich, geschrieben wird. Noch heute ist der Bahnhof sehr wichtig für die umliegenden Dörfer, da er als Umschlagsbahnhof gilt. Früher war er die Anlaufstelle für die D-Züge zwischen Frankfurt a. M. und Bremen. 2013 kaufte die „Waldbahnhof Sauerland Brilon-Willingen GmbH & Co. KG“ als privater Investor das Gebäude. Nun erstrahlt es in neuem Glanz unter anderem als Hotel mit Restaurant.

Der Essigturm, oder auch „Degussa“ im Volksmund, ist das Wahrzeichen industrieller Entwicklung und steht daher unter Denkmalschutz. Er repräsentiert das damalige wirtschaftliche Aufkommen. Der Bau der Schützenhalle wurde 1933 beantragt. Der ehemalige Schützenverein ist heute der „Heimatschutzverein Brilon-Wald“. Alle Schützenfeste finden in dieser statt, die Halle kann auch gemietet werden.

Fakten zum Dorfrundgang

Eine verhältnismäßig kurze, aber dennoch sehr interessante Geschichte.

Streckenlänge: ca. 5,5 km

Dauer: ca. 1,5 Stunden + Lesezeit an den Stationen
(Eine Führung mit dem Dorfverein „Brilon-Wald aktiv“ ist möglich und dauert ca. 3 Stunden)

Stationen: Start am Schlosshotel > Park > Altes Forsthaus > Volksschule > Kath. Kirche > Schützenhalle > Ev. Kapelle > Bahnhof > Essigturm > Fachklinik Hoheneimberg > Kloster > Ende am Schlosshotel

Steigung: Auf manchen Abschnitten gibt es eine Steigung

Kinderwagen und Rollstuhl: Der Weg zwischen den Stationen 3 und 4 kann nicht mit einem Kinderwagen oder Rollstuhl passiert werden

Die Initiative des Dorfrundganges wurde durch den „Heimatschutzverein Brilon-Wald“ ins Leben gerufen. Hierbei wurden „Blaue Schilder“ an insgesamt 11 Stationen installiert, die in kurzer Textform in Verbindung mit historischen Fotos einen Eindruck der Geschichte des Dorfes und der Gebäude vermitteln. Der Rundgang verbindet alle Stationen und soll zu einem schönen Spaziergang durch Brilon-Wald anregen.

Adresse

Schlosshotel Brilon-Wald GmbH
Korbacher Straße 76, 59929 Brilon-Wald
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Kontakt

E-Mail: sh@schlosshotel-brilon-wald.de
Telefon: 02861 78 69 10
Tel. Erreichbarkeit: Montag bis Freitag 10 - 18 Uhr